Erinnerungen an eine andere Zeit – Irmine Hofman und die Wurzeln unserer Familie

Ein altes Familienfoto erzählt mehr als tausend Worte: Irmine Hofman, meine Mutter, mit ihrem Neffen Günther Nagengast – ein Moment voller Nähe, Stärke und Bescheidenheit. Ein Stück Geschichte, das uns daran erinnert, was wirklich zählt: Menschlichkeit.

 

Erinnerungen an eine andere Zeit – Irmine Hofman und die Wurzeln unserer Familie

Manchmal erzählt ein altes Foto mehr als tausend Worte. Dieses Bild zeigt meine Mutter, Irmine Hofman (28. 06. 1950 – 21. 11. 2016), gemeinsam mit Günther Nagengast, dem Sohn ihres Bruders Josef. Entstanden ist es wohl Mitte der 1960er-Jahre – in einer Zeit, als das Leben einfacher, aber auch beschwerlicher war.

Damals war vieles Handarbeit: Häuser wurden Stein für Stein errichtet, Kleidung selbst genäht oder weitergegeben, und man lebte eng mit der Familie zusammen. Es gab keine Smartphones, kein Internet, keine Dauererreichbarkeit – aber es gab Nachbarn, die man kannte, Gespräche auf der Straße, das Lachen der Kinder im Hof und den Geruch von frisch gebackenem Brot aus der Küche.

Irmine Hofman wuchs in einer Zeit auf, in der Zusammenhalt keine Option, sondern eine Notwendigkeit war. Man half einander, ohne es groß zu hinterfragen. Dieses Bild hält genau das fest: Wärme, Nähe, Vertrautheit. Der Blick meiner Mutter, ruhig und fürsorglich, spiegelt eine Generation wider, die Verantwortung früh gelernt hat und sich selbst selten in den Vordergrund stellte.

Heute leben wir in einer Welt voller Geschwindigkeit, digitaler Möglichkeiten und globaler Verbindungen. Vieles ist leichter geworden, manches aber auch kälter. Vielleicht erinnert uns dieses Foto daran, dass Fortschritt nicht nur aus Technik besteht, sondern aus Menschlichkeit.

Die Werte meiner Mutter – Fürsorge, Bescheidenheit, Mut und Verlässlichkeit – sind bis heute tragende Säulen meines eigenen Handelns. Sie erinnern mich daran, dass jede moderne Entwicklung ihren Sinn nur dann behält, wenn sie den Menschen dient.

Dieses Foto ist ein kleines Stück Familiengeschichte – und ein stiller Gruß an eine Frau, deren Herz und Haltung bis heute nachwirken.

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