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Vier Dinge gehören uns

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Vier Dinge gehören uns: Epiktet, Stellenabbau und die Frage, wo wir überhaupt ansetzen können Haltung und Handlungsspielraum · Prolog · Noahs Arche Pflegedienst Vier Dinge gehören uns Epiktet zählt auf, was in unserer Macht steht. Es sind vier Punkte. Alles andere fehlt in der Liste, und das ist keine Nachlässigkeit. Ein Kunde stellt einen sieben Jahre alten Laptop auf den Tresen. Lüfter laut, Akku müde, Windows braucht vier Minuten zum Hochfahren. Er sagt: „Eigentlich wollte ich mir längst ein neues Gerät holen. Aber ich weiß gerade nicht, wie es bei uns in der Firma weitergeht." Diesen Satz höre ich seit anderthalb Jahren häufiger. Nicht als Klage. Eher beiläufig, so wie man das Wetter erwähnt. Die kürzeste Bestandsaufnahme der Philosophiegeschichte Epiktet beginnt sein Handbüchlein mit einer Inventur. Er teilt die Welt in zwei Fächer und lässt keinen Zwischenraum. „In unserer Macht sind Urteil, Bestrebung, Begier und A...

Der innere Kompass: Was die Geschichte vom Bauern und seinem Pferd verschweigt

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Der innere Kompass: Was die Geschichte vom Bauern und seinem Pferd verschweigt Illustration: mit KI erstellt (Google Gemini) und redaktionell bearbeitet. Abbildung mit Einwilligung der dargestellten Personen. Pädagogik und Haltung · Noahs Arche Pflegedienst Der innere Kompass: Was die Geschichte vom Bauern und seinem Pferd verschweigt Die Parabel lehrt, nicht vorschnell zu urteilen. Sie lehrt aber niemanden, zu handeln. Über die Stelle, an der Gelassenheit endet und der eigene Kompass anfängt. Sechs Uhr vierzehn. Küche, noch dunkel draußen, das Telefon vibriert auf der Arbeitsplatte. Dritte Krankmeldung an diesem Morgen. Der Dienstplan, an dem eine Kollegin und ich am Freitag zwei Stunden gesessen haben, ist damit Altpapier. Was mir in diesem Moment ganz sicher nicht durch den Kopf geht: Wer weiß, wofür es gut ist. Den Satz kenne ich trotzdem. Er begegnet mir seit Jahren, in Fortbildungen, in Beratungsgesprächen, auf Kaffeetassen. ...

Wie Abwertung in Familien wandert – über Sätze, die Kinder nicht erfinden, sondern weitergeben

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Illustration: mit KI erstellt (Google Gemini) und redaktionell bearbeitet. Abbildung mit Einwilligung der dargestellten Personen. Pädagogik · Familie · 23. Juli 2026 Der Satz vom Spielplatz Wie Abwertung in Familien wandert – über Sätze, die Kinder nicht erfinden, sondern weitergeben. Über den Unterschied zwischen Ablösung und Ablehnung. Und darüber, warum die Suche nach dem einen Schuldigen fast immer in die Irre führt. „Wir gehen jetzt auf den Spielplatz. Du kannst solange sauber machen." Ein Kind sagt das zur eigenen Mutter. Beiläufig, ohne Bosheit im Gesicht, als wäre es das Normalste der Welt. In Gesprächen mit Menschen aus meiner Umgebung tauchen solche Sätze immer wieder auf. Und jedes Mal stellt sich dieselbe Frage: Woher hat ein Kind so einen Satz? Die kurze Antwort: nicht von sich selbst. Kinder erfinden solche Sätze nicht. Sie geben sie weiter. Das Kind als Spiegel des Haushalts Die Pädagogik ke...

Was die Geschichte des Frühstückseis über Falsifizierbarkeit verrät

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Wissenschaftstheorie · Kausalität · 23. Juli 2026 Vierzig Jahre am Pranger Was die Geschichte des Frühstückseis über Falsifizierbarkeit verrät – über den Unterschied zwischen Zusammenhang und Ursache, über die Zähigkeit alter Annahmen und darüber, warum auch Grenzwerte selbst prüfbar bleiben müssen. Illustration: mit KI erstellt (Google Gemini) und redaktionell bearbeitet. Abbildung mit Einwilligung der dargestellten Personen. Ein Ei im Eierbecher. Braun, gekocht, unspektakulär. Vor dreißig Jahren hätte man beim Anblick vielleicht kurz gezögert. Cholesterin. Herz. Höchstens zwei die Woche, hieß es. Heute steht dasselbe Ei da, und die Fachgesellschaften diskutieren, ob es für gesunde Menschen überhaupt eine feste Obergrenze braucht. Dasselbe Ei. Dieselbe Chemie. Andere Empfehlung. Wer daraus schließt, die Wissenschaft sei unzuverlässig, hat sie falsch verstanden. Sie hat genau das getan, wofür sie gebaut ist. Aber die Geschichte hat auch eine ...